Die Alzheimer Krankheit ist eine Gehirnleistungsstörung und ist den Demenzen zuzuordnen.
Sie ist eine unaufhaltsame, irreversible neurologische Erkrankung mit zur Zeit geschätzten 1 Million Patienten in der Bundesrepublik. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen dürfte bei ca. 75 000 liegen.
Der Morbus Alzheimer ist bei uns mittlerweile zu einer ungemein häufigen Krankheit geworden. Denn wenn dieser Krankheitsprozeß glücklicherweise auch keine unausweichliche Folge des Alters ist, so wächst die Wahrscheinlichkeit seines Auftretens eben doch mit zunehmenden Lebensjahren erheblich an.
Dabei ist wichtig:
Die Krankheit kennt keine sozialen Grenzen und kümmert sich nicht um wirtschaftliche Verhältnisse. Der Bildungsstand hat keinen Einfluß auf die Anfälligkeit, jedoch möglicherweise auf die Bewältigung der Krankheit. Frauen und Männer sind in gleicher Weise gefährdet; wenn es mehr Alzheimer erkrankte Frauen gibt, so unter anderem deshalb, weil die Lebenserwartung von Frauen höher liegt.
ist bis heute immer noch nicht zweifelsfrei erkannt.
Wir wissen nur ziemlich sicher, daß es keine singuläre Ursache ist.
Für den Charakter der Ursachen gibt es eine beachtliche Anzahl von theoretischen Ansätzen:
· Senile Plaques und Neurofibrillenbündel
· Genetische Defekte (auch außerhalb des Vererbungsbildes)
· Intoxikationen und exogene Läsionen
· Virushypothese
· Immunologische Vorgänge
· Sauerstoffradikale und oxidative Schädigung
· Defizit im Glukose-Stoffwechsel
· Störungen im Neurotransmitter-Haushalt
Dazu gibt es 2 Anschauungspunkte:
1. Die Diagnose des Facharztes.
Die Diagnose einer Altersdemenz setzt sehr viel Erfahrung voraus. Sie wird in der Regel als Differential- oder Ausschlußdiagnose durchgeführt und braucht einen breiten Rahmen von somatischen und psychologischen Untersuchungen.
Im günstigsten Falle kann nach Ausschluß anderer - meist medikamentös behandelbarer - Krankheiten die Diagnose lauten:
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es die Alzheimer Krankheit.
Weitgehend schlüssigere Aussagen liefern nur die einerAutopsie folgenden Untersuchungen.
2. Symptome, die der Angehörige oder Nahestehende sieht, können bei richtiger Wahrnehmung zu einem frühen Erkennung der Krankheit führen.
· Vergeßlichkeit,
· rasche Ermüdbarkeit und
· nachlassendes Konzentrationsvermögen
sind ganz natürliche Folgen eines Alterungsprozesses und noch keine Signale für eine krankhafte Entwicklung.
Aufmerksam muß man werden, wenn sich
· anhaltende Teilnahmslosigkeit,
· konsequente Vernachlässigkeit der Körperpflege und
· auffallend unregelmäßige Nahrungsaufnahme
einstellen.
Alarmierend wird es, wenn sich dazu ein eindeutiger Orientierungsverlust im Hinblick
· auf die Zeit,
· auf den Ort und
· auf die umgebenden Personen
gesellt.
Der Verdacht auf krankhafte Veränderungen im alternden Gehirn wird dann zwingend.
Hier setzt die Aufgabenstellung und die Aktivität der Alzheimer-Gesellschaft ein. Unsere Betreuung und Hilfestellung für Angehörige, Freunde und Pflegende umfaßt im Rahmen der Arbeit von Selbsthilfegruppen
· Zusammenfassen in einer Gemeinschaft und damit
· Beseitigung der Isolation und
· Aufhebung von Schamgefühlen, ganz allgemein
· Stützung und Selbststärkung sowie
· Ermutigung, andere in die Pflicht zu nehmen; schließlich
· Informationen über
· medizinische Fragen,
· Medikamente,
· krankenpflegerische Fragen,
· Betreuungssituation (Betreuungsgesetz) und
· Versorgungsfragen (Pflegegeld u.a.)
Auf diese Weise wollen wir Angehörigen und Pflegenden helfen, ihre körperlichen und seelischen Kräfte zu stabilisieren und zu erneuern. Denn: Dem Kranken geht es höchstens so gut, wie es dem Pflegenden gut geht!
Sie wurde am 22. April 1992 in Ludwigshafen gegründet.
Die Gesellschaft hat inzwischen 19 Selbsthilfegruppen in
·
Ludwigshafen
·
Schifferstadt
·
Neustadt/Weinstraße
·
Bad
Dürkheim/Maxdorf
·
Germersheim
·
Pirmasens
·
Kaiserslautern
·
Worms
·
Rüdesheim/Nahe
·
Brücken
·
Kusel/Altenglan
·
Zweibrücken
·
Herxheim/Landau
·
Wörth/Maximiliansau
·
Emmelshausen
·
Ingelheim
·
Mainz-Innenstadt
·
Alzey
Alle Gruppen sind über die Geschäftsstelle der Gesellschaft erreichbar.
Wir wollen den vielen Betroffenen, Angehörigen und Pflegenden in unserem Raum helfen,
· mit dieser Krankheit richtig umzugehen,
· ihre Not zu lindern und
· ihnen Sicherheit zu vermitteln.
Wenn Sie Fragen und Probleme haben, zögern Sie nicht, uns zu schreiben oder anzurufen. Wir helfen Ihnen - so gut wir können! Helfen Sie auch uns, indem Sie Mitglied bei uns werden. Bitte denken Sie darüber nach!
Alzheimer
Gesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.
Mundenheimer Str. 239
67061 Ludwigshafen
Tel. 06 21 / 56 98
60
Fax 06 21 / 58 28 32
e-mail: alzheimer-rhpf@gmx.de
Bank- und Spendenkonten:
Deutsche Bank AG Ludwigshafen, BLZ 545 700 94, Konto Nr. 0115014
VR Bank EG Ludwigshafen, BLZ 545 603 20, Kto. Nr. 24210 38